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Wien

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48 h Vienna 

Heute möchte ich euch kurz über unseren spontanen Wien-Trip berichten. Wie es dazu kam, dass wir spontan nach Wien gefahren sind und was wir auf unserer Reise alles erlebt haben.

Eigentlich hatten wir geplant gehabt an unserem Geburtstagswochenende nach Bregenz zu fahren. Der Plan war fix, bis die Woche vorher meine Cousine aufgrund eines Missverständnisses or whatever unseren Bregenz-Plan durchkreuzte. Somit war unser Bregenz-Plan passé.

Nachdem aber ich am 01.02. und meine kleine Siz´ am 04.02.17 Geburtstag hatten wollten wir an diesem Wochenende unbedingt verreisen statt uns gegenseitig zu beschenken. Zusammen mit meiner besten Freundin hatten wir uns daraufhin kurzfristig entschlossen ziel- und planlos mit gepackten Taschen zum Flughafen zu fahren und nach einem günstigen Flug zu suchen. Unser Budget lag bei 200,00 € pro Person (für Flug und Übernachtung, ausgeschlossen Essen, Einritt usw.).

Dieses Erlebnis wollten wir schon immer mal in unserem Leben festgehalten haben. Wer kennt es nicht? Wie in den Filmen: Einfach mal spontan zum Flughafen fahren, den nächstbesten Flug buchen und einfach in ein fernes Land fliegen wo es noch schön warm ist und man die nächsten paar Stunden die Sonne genießen kann – für einen günstigen Preis.

Das war jedenfalls unser Plan….

Wien, Vienna

Samstagmorgen starteten wir also um 06:30 Uhr unsere Reise am Rosenheimer Bahnhof nachdem sowohl Kübra als auch Tutku verschlafen hatten (geplant war eig. der Zug um 05:30 Uhr).  Total aufgeregt und nervös kamen wir schließlich um kurz vor 08:00 Uhr am Flughafen Terminal 1 an, direkt unter der Ankunft, Abflug-Tabelle.

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Interessant waren für uns die Flüge nach Istanbul, Izmir, Rom, Paris, Amsterdam, Stockholm und Barcelona. Demzufolge hatten wir die Schalter entsprechender Fluggesellschaften aufgesucht und nach Standby-Flügen gefragt. Standby-Flüge sind Flüge die man direkt, vor Ort am Flughafen bucht und es sich meistens um eine 1-Tages-Reise handelt (heute hin – morgen zurück).

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Leider hatten wir sehr schnell gemerkt, dass die Mitarbeiter am Schalter nicht besonders freundlich, vor allem nicht hilfreich sind sobald sie Standby-Flug hören. Die Preise waren nicht wie wir erhofft oder gewünscht hatten niedrig – ganz im Gegenteil: Wucher ohne Ende! Der Istanbul-Flug beispielsweise lag bei 1.200,00 €. Echt Wucher!

 

Wir wurden wirklich sehr schnell enttäuscht und wollten unsere Hoffnung jedoch nicht aufgeben und versuchten unser Glück bei den Reiseveranstaltern am Flughafen. Auch hier: Enttäuschung pur. Ich kann nicht beschreiben, wie unfreundlich die Mitarbeiter hier sind. Vllt. liegt es an der Schichtarbeit, ich weiß es nicht. My Soulmate Zübeyde hatte ebenfalls am Flughafen gearbeitet. Sie war jedoch ein Engel. Zübüş I love you! Schade, dass du nicht mehr am Flughafen arbeitest. Die haben einen echten Engel verloren – erhlich!

 

Dennoch hatten wir – trotz mieser Fassaden – weiter recherchiert. Das günstigste Angebot bekamen wir dann von Ltur. München – Paris. Abflug um 13:15 Uhr mit Übernachtung ohne Frühstück in einem 3* Hotel (zentral), Rückflug am Sonntag, 18:30 Uhr für 249 €. Verlockendes Angebot – jedoch nicht im Budget. Vor allem wenn wir berechnen, dass Paris vor Ort nicht besonders günstig ist (Transfer vom Flughafen zum Hotel, Essen, Preise für öffentliche Verkehrsmittel, Cafe usw.). Nach einem kurzen Brainstorming und einem leckeren Dürüm am Terminal 2 hatten wir uns dann entschieden zum Hauptbahnhof zurückzufahren und nach Angeboten mit dem Zug zu fragen.

München
München
Auch am Hauptbahnhof wurden wir nicht recht beraten. Hier kann ich es den Mitarbeitern der DB allerdings nicht ganz so übel nehmen. Wir mussten alleine schon 1 Stunde warten bis wir im DB Reisecenter an die Reihe kamen. Der Andrang hier ist immer sehr groß, die Warteschlange mega lang (trotz Nummer ziehen). Nach langem hin- und her entschieden wir uns dann dafür mit dem Railjet der ÖBB nach Wien zu fahren. Die Tickets wurden für p. P. ca. 150 € (Hin- und Rückfahrt) gekauft. Direkt am Hauptbahnhof haben wir noch über Booking das Hotel Park Royal Palace Vienna in Wien gebucht p. P. ca. 43 € (Frühstück inkl.).Einerseits machte sich bei uns eine Erleichterung (kurzzeitig Verwirrung und damit verbunden auch eine kleine Zickerei), andererseits jedoch auch eine Enttäuschung bemerkbar (hierzu später die Erklärung :D). Im Endeffekt waren wir jedoch nicht mehr Ziel- und Orientierungslos 😀
Bis zu unserer Abfahrt hatten wir noch drei Stunden zu vertreiben. Daher machten wir uns auf dem Weg zum Café MAELU in der Theatinerstrasse 32. Wir mussten uns diesen kleinen Zwischenstopp gönnen um wieder zu uns zu uns zu finden und neue Kraft zu schöpfen. Das Schmankerl´l nach dem ganzen Stress sozusagen 😉 Ein richtig guter Kaffee und die allerbesten Macarons ever ❤. I´m in love with Macarons from MALEU. Hier hatten wir uns auch noch eine 12-er Packung Macarons für unsere Reise mitgenommen (meine persönlichen Fav´s: Karamell, Haselnuss, Veilchen). Später gingen wir noch zum Zara shoppen und schließlich direkt in den Zug.

Wowww die erste positive Überraschung: Wir hatten die ganze Fahrt über richtig gutes Wlan im Zug und konnten unsere Handy´s wieder aufladen ◕‿- .

Nach ca. 3 1/2 Stunden kamen wir in Wien Hbf an. Total unkompliziert kauften wir uns am Wiener Hbf noch ein 24 Stunden WIEN Ticket für 7,60 € p. P. und fuhren mit der U3 und U4 (ca. 20 Min.) zum Schloss Schönbrunn. Es waren bereits 19 Stunden vergangen wie wir uns auf die Reise machten. In der Benommenheit war es tatsächlich „normal“, dass wir das Hotel, welches sich vor unserer Nase befand nicht fanden. Von der U-Bahn-Haltestelle bis zum Hotel wären es nur 3-5 Min. gewesen. Völlig übermüdet machten wir jedoch einen Riesen-Umweg und kamen völlig entkräftet und erschöpft ca. 1 Stunde später im Hotel an. Statt einfach nur geradeaus zu gehen malten wir sozusagen „das Haus vom Nikolaus“ um an unser Ziel zu kommen 😀

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Aber puuuuhhh der rote Teppich, ein sehr netter Empfang, ein Mega-Hammer-Zimmer und eine Packung Pringles von der Minibar hatte uns vorübergehend die Müdigkeit genommen ✌. Kurze Auffrischung und wir machten uns gleich auf den Weg um etwas essbares in der Nähe zu finden. Es war bereits 22:30 Uhr. Hätten wir nicht direkt am Westbahnhof einen Vapiano entdeckt wären wir auf jeden Fall am Stephansplatz oder in einer anderen Fastfood-Kette gelandet. Glück im Unglück bekamen wir dann doch noch etwas warmes zum Essen im Vapiano* Ξx⊂ΞLLΞ∩T * und verhältnismäßig super günstig. Wieder im Hotel angekommen waren wir total down und wollten einfach nur noch schlafen.

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Tag 2 unserer spontanen Aktion 😀 Wir waren überraschender Weise ziemlich entspannt und chillig aufgewacht, hatten geduscht und waren frisch und munter in den Frühstücksraum runtergegangen. Wir waren völlig erwartungslos und unvoreingenommen bis uns ein netter Herr nach unserer Zimmernummer gefragt hatte. Er musste uns auf seiner „Frühstücksliste“ checken. Seiner Ansicht nach hatten wir jedoch nur ein Doppelbettzimmer gebucht und hätten daher nur ein Recht für ein 2-Personen-Frühstück. Nachdem ich im jedoch fälschlicher- und amüsanter Weise zum Ausdruck brachte, dass wir jedoch zu dritt in einem Bett geschlafen hätten sahen wir alle drei in seine immer größer werdenden Augen (Kopfkino pur :D) und stellen dann doch nochmal klar, dass wir ein Zustellbett dazu gebucht hatten. Eher wir dies jedoch gesagt hatten, ließ er uns jedoch schon in den Frühstücksraum eintreten.

Endlich! Denn wir hatten einen Riesen Hunger! Leute das Frühstücksbuffet war der Hammer! Es war definitiv kein 08/15 Frühstück. Einfach köstlich! Alles von hoher Qualität und mega lecker! So lassen wir uns wirklich gerne überraschen ◕‿◕  Es war der perfekte Start in einen perfekten Tag…

Nachdem wir uns schön gestärkt hatten, checkten wir aus unserem Hotel aus (wir bekamen zum Abschied ein kleines Getränk und Manner-Waffeln geschenkt mhhh) und gingen direkt zum Hotel Schloss Schönbrunn welches sich in unmittelbarer Nähe befand (ca. 5 Min. Fußweg). Ich kann sagen, dass es unser Vienna-Highlight gewesen ist. Anders als wie viele der Japanischen, Italienischen ect. Touristen hatten wir uns ein Ticket für das Kindermuseum gekauft. Ja, auch die Frau am Schalter hatte sich ein wenig gewundert hahahahah. Sie meinte nur: „Da waren sich auch unsere kleinen Gäste amüsieren!“. Naja dieser Aussage mussten wir einen Glauben schenken und setzten es in die Tat um!

Direkt im Eingang des des Kindermuseums gibt einen Riesen Kostüm- und Verkleidungsecke mit vielen, vielen Kleiderschränken, Accessoire-Kisten, Spiegeln, Bemalungen usw. Wie kleine Prinzessinnen machten wir uns gleich ran an die Sache! So viele „hässliche“ Kleider hatte ich mein Leben lang nicht hintereinander an- und ausgezogen 😀 Eigentlich sollen sie ja an Sissi erinnern. Für mich waren es jedoch Kostüme, die ich nicht mal zu Fasching anziehen würde. Aber wir hatten sooooo einen Riesen Spaß! Nicht nur wir! Wir hatten den gesamten Raum amüsiert (alle Kinder so wie ihre Eltern) und der Raum füllte sich immer mehr und immer mehr mit neugierigen Kindern, Eltern usw. 😀 Wir wurden immer wieder gefragt, woher wir kommen usw.  😀 Ich kann einfach immer und immer nur betonen, wie sehr wir Spaß hatten! Es war sooo lustig, dass wir ungeplant fast 2 Stunden in diesem einen Zimmer verbrachten 😀 Wer uns auf Snapchat gefolgt ist, weiß was ich meine! (impower_imsoul)

Verliere niemals das Kind in dir!

TR: Icindeki cocugu asla kaybetme!

Natürlich gibt es im Kindermuseum nicht nur den Kostüm- und Verkleidungsecke  😀 Nachdem wir uns in diesem tollen Raum ausgiebig amüsiert hatten sahen wir uns in dem Kindermuseum auch ein wenig um. Ich muss sagen, dass es eines der schönsten Erlebnismuseen für Kinder überhaupt ist. In jedem Raum gibt es etwas zu erstaunen und erleben, beispielsweise konnten wir im nächsten Raum Adelsfrisuren frisieren, im anderen Rätsel lösen usw. Abgesehen davon konnten wir die Kinderzimmer, Spielsachen usw. erstaunen, welche zu jener Zeit benutzt wurden.

Wien
Hijabtravel
Wien

So haben also Kaiserkinder gelebt?!

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So toll wir es in dem Kindermuseum auch fanden, zogen wir weiter zum Prater. Schließlich wollten wir noch was von Wien sehen. Auch wenn wir hier nicht sehr viel unternommen hatten, mussten wir hierher. Der Prater ist ein Wahrzeichen der Stadt und musste natürlich genauso gesehen und erlebt werden. Hier befindet sich auch das Madame Tussads in welches wir jedoch nicht reingingen, da wir bereits in Istanbul in einem Madame Tussads waren, wo zum Teil die selben „Stars“ verkörpert wurden. Wir hatten uns alle drei gegen den Besuch im Madame Tussads entschieden. Es gab ja noch genug in Wien zu sehen. Vor allem hatten wir sobald wieder Hunger!

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Schnell hatten wir uns drei dafür entschieden, im Hardrock Café essen zu gehen. Es lag sozusagen alles schön auf unserem Weg. Wer mich kennt weiß, dass ich total auf Rock stehe. Umso mehr liebe ich dieses Café bwz. Restaurant einfach! Ufff selbst unser Essen hier hat so seine eigene Geschichte 😀 Unsere Servicekraft war ein richtiger Amerikaner! Er machte uns das Hardrock Café zu einem richtigen Erlebnis. Wir fühlten uns, als hätten wir einen kleinen Zwischenstop in Amerika! Es war einfach zu cool und das Essen superlecker!

Leider neigte sich nach dem tollen Essen auch unsere Wien-Reise dem Ende zu. Wir machten noch einen kleinen Abstecher auf dem Stephansplatz, sahen uns den Stephansdom an und gingen von hier aus zum Hauptbahnhof, holten unser Gepäck vom Spint ab und setzen uns in unser Zug. Komischerweise konnten wir alle trotz völliger Erschöpfung nicht einschlafen. Wir ließen Revue passieren. Es wird uns vllt. keiner glauben, aber selbst unsere Rückfahrt im Zug war ein Erlebnis wert 😀 Ich glaube, dass es wirklich nur an uns liegt! Es gibt Menschen, denen kann die den ganzen Tag den Miesepeter raushängen lassen können, es gibt welche die komplett neutral sind und es gibt solche wie wir, die den ganzen Tag lachen können!

An dieser Stelle möchte ich eine kleine Bilanz aus unserer Reise ziehen! Wir hätten es alles besser machen können. Hätten wir beispielsweise von Anfang an gewusst, dass wir nach Wien fahren, wären wir bereits am Freitag-Abend oder Samstag frühmorgens mit dem Auto losgefahren (hätten uns da schon einiges an Fahrtkosten gespart), hätten dann den kompletten Samstag und Sonntag Zeit gehabt um Wien zu erkunden! Wir würden am Sonntag-Abend wieder zurückgefahren ohne jeglichen Zeitdruck zu haben (kein Zugplan). Hätten wir also vorher geplant gehabt, wären wir nicht nur günstiger davon gekommen sondern hätten auch viel mehr vom Wochenende gehabt und, und, und!

Es macht definitiv keinen Sinn planlos zum Flughafen zu fahren, den halben Tag dort zu vergeuden und im Endeffekt auch noch mehr draufzuzahlen.

Dennoch war es uns Wert dieses Erlebnis mal erlebt zu haben! Wir wollten es schon immer einmal ausprobieren, somit haben wir es realisiert. Es ist nicht so geschehen, wie wir es uns erträumt hatten, jedoch war es wunderschön! Es ist eigentlich völlig egal wohin man reist, wie man reist! Es ist vielmehr wichtiger mit den richtigen Leuten zu reisen. Menschen mit denen selbst eine Zugfahrt zu einem Erlebnis wird (so schön wie es Tutku zu Wort gebracht hat).

Ich war bereits vor 5-6 Jahren einmal in Wien. Diesmal habe ich die Stadt jedoch nicht gesehen, sondern erlebt! Dafür danke ich meinen Mädel´s vom Herzen! Ich schätze mich mega glücklich darüber, dass ich einfach wundervolle Menschen um mich herum habe!

Wir haben das beste daraus gemacht und es wird uns unvergesslich bleiben…

Last but not least…